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Neubau des Außenministeriums beendet

"Wir sind hier ja im Außenministerium"
- Lord Reis
Potopia (agl) In Rekordzeit haben es die fleißigen Firmenhände von MachWech und Bau-E-Sauf geschafft, das Außenministerium zu entkernen und vom Keller bis unters Dach neu zu renovieren. Der Umbau wurde nach Aussagen von Ministeriumsmitarbeitern notwendig, weil "Glühlampen zu flackern anfingen". Außerdem soll durch eine komplizierte Neubeschriftung der Etagen jeder Mitarbeiter den Überblick verloren haben, so dass sich das ganze Arbeitsleben nur noch im Schwimmbad abspielte. Damals befand sich dort lediglich eine Wasserrutsche, die für die berüchtigste Behörde Pottylands unter diesen Umständen natürlich nicht ausreichen sollte.

Freut sich über ihren neuen Schreibtisch:
Lord Reis' Vorzimmerdame Jacqueline Auch
Somit war es Lord Reis und seinem Mitarbeiterstab ein großes Anliegen, den Umbau des Ministeriums zeitnah zu beginnen. Während der Bauphase - die deutlich kürzer als erwartet ausfiel - konnten die Mitarbeiter tagsüber ins Ultraplex, Homeoffice machen oder sich einfach "krank melden". Es gab ja eh nur etwas für die Leute zu tun, die unterwegs waren.
Das neue alte brandneue Außenministerium hat auch im Internetz seine Pforten geöffnet. Es kann nunmehr unter der bekannten Anschrift bewundert werden. Zur Feier der Eröffnung erhielt das Ministerium ein neues Zeichen, eine neue Folie für die Dienstmaschine, eine neue Version des öffentlich zugänglichen Dokumentenarchivs und eine ausführliche Vorstellung der wichtigsten Leute.
Der außenpolitische Neustart, den Generaldiplomat Lord Dover und Ex- und wieder-Außenminister Lord Lord Reis damit begonnen haben, wird im Inland damit durch eine neue, frische Darstellung der berüchtigsten Behörde des Landes repräsentiert.
Vertrag mit Eldeyja unterzeichnet
Potopia/Höfuðfjörður (gg) Am gestrigen Mittwoch, den 9. Oktober 2019, unterschrieben unser Außenminister Lord Lord Reis und der Außenminister der Republik Eldeyja, Jònas Sigurdsson, einen Grundlagenvertrag zwischen dem Königreich Pottyland und der Republik Eldeyja.
Inhalt des Grundlagenvertrags sind im Wesentlichen die gegenseitige Anerkennung, die Anerkennung territorialer Ansprüche, die Möglichkeit der Eröffnung von Botschaften sowie die Möglichkeit des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs. Durch die noch am gleichen Tage seitens König Potty durchgeführte Ratifizierung entfaltet der Vertrag Bindungswirkung für das Königreich Pottyland, die nur dann rückwirkend wegfällt, wenn das Parlament Eldeyjas - das Allthing - sich gegen den Vertrag aussprechen sollte, was nicht zu erwarten ist.
Lord Reis äußerte sich den KPD-News gegenüber wie folgt:
"Ich bin sehr froh, dass wir den Vertrag mit einem so interessanten Staat wie Eldeyja nach harten Verhandlungen und intensiven Gesprächen in dieser Form unterzeichnen und ratifizieren konnten. Die in sehr angenehmer Umgebung geführten, entspannten Verhandlungsgespräche mit meinem Amtskollegen lassen mich in eine ereignisreiche, gemeinsame Zukunft unserer Staaten blicken. Zudem führten die teilweise sehr anstrengenden, teilweise aber unheimlich lockeren Verhandlungen dazu, dass das Königreich Pottyland auch den Vertrag über Hoheitsgewässer mit Einschränkungen und eigenen Bestimmungen ratifiziert hat.
Als Ergebnis der kinderleichten Verhandlungen ist dann ein Vertrag herausgekommen, der sich an einem Standardwerk orientiert, aber viele Eigenheiten aufweist. Das wirklich Interessante folgt aber erst, wenn der Vertrag - dessen Zustandekommen harte Arbeit war - durch das Allthing Eldeyjas ratifiziert wurde. Dann dann wird der Vertrag, der sich fast von selbst unterschrieb, mit Leben zu füllen sein. Hierauf freue ich mich besonders."
König Potty war nach der Ratifizierung nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Er sagte sinngemäß "Ist ratifiziert. König müde. König Bett." und begab sich in die königlichen Gemächer.
Heldenhafte Prinzessin
Potopia (agl) Es wurde behauptet, das Königreich Pottyland brauche keine Superhelden. Nun, spätestens seit dem gestrigen Tage stimmt diese Aussage - denn das Königreich hat eine sehr reale, sehr royale Superheldin.
Prinzessin Chiara Christina Cassandra von Pottystein, Tochter von Prinzessin Ulli und Lord Lord Reis, zeigte ihre Umsicht, ihren Heldenmut und ihren schier unbändigen Willen. Doch was ist passiert?
Nach Aussagen von Augenzeugen befanden sich Prinzessin Chiara und ihr Großvater, König Potty, in einem Weinkeller unterhalb des Schlosses. Natürlich haben die beiden dort keine Weinverkostung gemacht - dafür ist die Prinzessin ja noch viel zu jung. Seine königliche Hoheit zeigte ihr eine ganz besondere Weinflasche: Eine Flasche, die am Tag ihrer Geburt abgefüllt wurde und seitdem im königlichen Keller lagert. Eigentlich sollte dies eine Überraschung zum 18ten Geburtstag der Jung-Royalen werden, doch Prinzessin "CC" - wie ihre Freunde sie nennen dürfen - hat möglicherweise ihre Geheimwaffe eingesetzt, ihre großen Rehaugen.
Um aus dem Reich der Spekulationen wieder in das Reich der wahren Begebenheiten zurückzukehren: Seine königliche Hoheit war dabei, für den Privatgebrauch Alkohol zu brennen, was eine vollkommen normale Tätigkeit für einen König ist. Unglücklicherweise tat er dies in der Nähe des Raucherkellers, der Gegenstand vieler Schlossbesichtigungen ist und sogar über einen eigenen Telefonanschluss verfügt. Das dort vorhandene Mobiliar wurde zur Unterstützung der pottyländischen Wirtschaft aus PEST-Möbeln recyclet und mit einer Menge Napalm versehen. Die genaue Ursache ist noch nicht ganz klar, doch begann plötzlich der Raucherkeller zu brennen, noch während sich der König darin befand.
Glücklicherweise ist der Raucherkeller in der Nähe des Weinkellers, so dass Enkelin und Großvater mit vereinten Kräften den alkoholarmen Wein (jedoch nicht die seltenen Stücke) zum Löschen des Feuers verwenden konnten. Den Großteil hiervon übernahm die Teenie-Prinzessin, nachdem seine Königliche Hoheit von den Rauchschwaden übel wurde und er in den Löscheimer kotzte. Doch die bereits durch den Leibarzt - Dr. Eckhart Sack Jr. - vorgenommene Untersuchung ergab, dass beide gesund und munter sind.

Die Prinzessin am Morgen
nach ihrer Heldentat
Leider gab sich die Prinzessin selbst in ihrem Interview sehr kurz und knapp, was angesichts der Geschehnisse nicht sehr verwunderlich ist. Oder, wie König Potty sagte: "Für sie ist Hilfsbereitschaft eine Selbstverständlichkeit. Mit ihrem verhalten spiegelt sie ja die Haltung der Jugend von heute wieder. Auch ihre Freunde sind da keine Ausnahme."
Somit haben wir es der Prinzessin zu verdanken, dass unser König nicht alleine an einer Rauchvergiftung verstarb, sondern gesund weiter sein Land regieren kann. Gespräche über eine Kampagne für Brandschutz sollen Gerüchten zufolge bereits begonnen haben. Schließlich ist niemand als Repräsentant einer solchen Kampagne besser geeignet als die Prinzessin, die jeden Brand im Schloss in den letzten 3 Jahren erfolgreich und zeitnah bekämpft hat. Die Freiwillige Feuerwehr Potopia bot ihr die Ehrenmitgliedschaft an, die sie jedoch zunächst ablehnte.
Einen terroristischen oder gar touristischen Hintergrund kann man angesichts der vollkommen schlüssigen Ausführungen des Königs ausschließen.
Steuerrechtsreform in Pottyland
Potopia (haü) 7 Jahre nach dem steuerlichen Tod Lord Reis' hat es die pottyländische Regierung endlich geschafft, das Steuerrecht erheblich zu reformieren und übersichtlicher zu gestalten: Ein neues Steuergesetz wurde geschaffen.
Anhand des Inhalts und der Struktur ist es sehr wahrscheinlich, dass das Ministerium für Kalauer und schlechte Witze seine Hand mit im Spiel hatte, denn das Gesetz ist so gestaltet, wie man sich ein Steuergesetz vorstellt: Unübersichtlich.
.Gerne würden wir Ihnen die neuen Regelungen im Detail vorstellen, doch verbringen wir die Zeit seit der Verkündung des neuen Gesetzes am 27.09.2019 damit, das Gesetz auch nur ansatzweise verstehen zu wollen und zu überlegen, welche Auswirkungen die Regelungen für schwarze und blaue Anzüge für unsere Redaktion haben dürften. Zudem stellen wir - wie auch der bekannte Promi Chmuhl Pansen - die Überlegung an, uns eine Krankenschwester zuzulegen. Lediglich Uschi Biernot stimmte bislang dagegen.
Für alle Hinweise, die das Verständnis des neuen Steuerrechts vereinfachen, sind wir ebenso dankbar wie für eine Zusammenfassung bzw. Gegenüberstellung der Änderungen.
Erfreulich ist immerhin, dass bisherige Regeln zur Steuerpflicht von Goldeseln, Kobolden und Bibabutzemännern beibehalten wurden.
Prinz Jimmy auf Reisen

Prinz Jimmy
Potopia (agl) Der erfolgreiche Anwalt und Kronprinz James "Jimmy" von Pottystein hat beschlossen, sich eine Auszeit zu gönnen.
In einer lange geplanten Nacht- und Nebelaktion verließ er das Schloss und hoffte, ungesehen zu bleiben. Doch der findige Chefredakteur Alfred Lingerschreib, der gerade Prinzessin Ulli stalkte diverse Recherchen in Schlossnähe durchführte, erwischte ihn noch vor seiner Abreise und konnte so in Erfahrung bringen, dass er eine Wanderung durch die Gebirge Chinopiens machen möchte. Im Anschluss beabsichtigt er, bei Mönchen in Heijan einzukehren und sich auf sein innerstes Selbst zu konzentrieren.
Ein solcher Selbstfindungstrip mag überraschend erscheinen, schließlich war Prinz Jimmy nicht gerade im Lichte der Öffentlichkeit zu finden. Doch er erklärte, dass die Tätigkeit als Anwalt so eine Vielfalt an Lebensbereichen offenbarte, dass er fernab vom Prunk des Königssitzes Schloss Pottystein, fernab aller Medien und fernab aller Öffentlichkeit versuchen möchte, nach dem tieferen Sinn zu suchen.
Die Kanzlei wird so lange von seinen Partnern - Timmy Birchtree Sr. und Hiroshi - fortgeführt, die zu einer Stellungnahme noch zu breit waren nicht bereit waren.
Zu Dokumentationszwecken wird ihn ein vierköpfiges Kamerateam begleiten.
Die Partie ihres Lebens
Frosta-Inseln (gn)
Derzeit spielt sich auf den Frosta-Inseln ein sonderbares Spektakel ab: Nach ihrer Ankunft via U-Boot trainiert offenbar die neue pottyländische Wasserballmannschaft - bestehend aus Urmel, q'Qyyh K'Hay, unserem Inlandsreporter Hans A. Ürbach und Lord Reis - hart. Wofür sie trainieren, konnten wir noch nicht ergründen, da eine Wasserball-WM oder Vergleichbares nicht im Raum steht. Oder soll es ein Geheimturnier werden?
Fest steht: Die vier spielen gerade die Partie ihres Lebens. Mit vollem Körpereinsatz wird kein Ball aufgegeben. Die Zuschauer und auch ich sind gebannt - oh, da ist er ins Wasser gefallen. Naja, passiert.
Bei dieser Intensität ist es schwer, festzustellen, wie der Spielstand in diesem Trainingsspiel lautet. Und mir werden gerade Cocktails gebracht. Adios!
Die Rückkehr des Außenlordmotors
Potopia/International (gg) Der frisch (wieder)ernannte Außenminister Lord Lord Reis (aus Gründen der Vereinfachung wird das zweite "Lord" stumm ausgesprochen) hat nach seiner Ernennung direkt diverse Rundreisen begonnen. Neben Staatsbesuchen in Eldeyja, Turanien, Tir und Wolfenstein ist er dabei, die Kontakte zu Astor und der Demokratischen Union wieder aufzubauen.
Gerüchten zufolge soll Reis hierbei einen Umschwung in der pottyländischen Außenpolitik anstreben: So wurden früher Staaten anerkannt und Verträge ausgehandelt, die letzten Endes mit wenig oder keinem Leben gefüllt wurden. Auch wurden Grundlagenverträge geschlossen, ohne dass Gemeinsamkeiten der Länder sichtbar wurden oder direkt über Möglichkeiten der Umsetzung geredet wurde. Nunmehr setzt der frühere Außenlordmotor weniger auf Diplomatie (frei nach William Lichter: Nur der wahre Außenlordmotor ist ein wahrer Außenlordmotor) und mehr auf Pragmatismus. Oberstes Ziel eines Staatsbesuches ist es nicht mehr, Verträge um der Verträge Willen abzuschließen. Zitat Lord Reis: Verträge sind ein Stück Papier. Die haben keinen eigenen Willen. Das kannst du gerne genau so schreiben, Georg!
Der Schwerpunkt soll vielmehr darin liegen, zukunftsträchtige Partner für das Königreich zu finden, den kulturellen Austausch zu fördern und gemeinsame Projekte anzugehen. Zudem dienen die Rundreisen auch dem Ziel, anderen Nationen deutlich zu machen: Pottyland ist wieder da und hat noch ein paar Fässer wildgurkenfreies Wildgurkenbier über, die es gerne an freundlich gesonnene Leute aus anderen Ländern verteilt.
Gerüchten zufolge sollen Grundlagenverträge mit Turanien und Eldeyja im Gespräch sein und die Freundschaften mit Tir und Wolfenstein aufgefrischt werden.
Lord Reis überraschend zum Außenminister ernannt.

Lord Reis (rechts) und Krankenschweter Felicity M. (links)
Potopia [ie] Bei einer kurzfristig angesetzten Parade wurde am vergangenen Montag die Rückkehr von Lord Reis gefeiert. Diese Rückkehr fand vor acht Jahren statt, nachdem er als Außenminister ehrenhaft entlassen wurde, zwischenzeitlich steuerlich tot war und nebenbei auch noch auf die Hilfe einer Krankenschwester mit beachtlichen Qualifikationen angewiesen war.
Dank der vom König genehmigten Budgetaufstockung des Außenministeriums, welches Hauptsponsor der Parade war, sowie des Ministeriums für Ka(r)lauer und Schlechte Witze, konnte die Parade am Schloss Pottystein in Richtung Stadtzentrum starten. Dabei verteilte Lord Reis allerlei nützlichen Krimskrams, Süßigkeiten und Kamele*.
Als die prunkvoll geschmückten Festwagen, mit lauter Musik und in Begleitung einer feiernden Menschenmenge, wieder am Schloss eintraf, stand wartenderweise Seine Majestät König Potty auf dem Balkon. Im königlichem Hemdsärmel hatte er nicht nur ein Ass, sondern auch eine Überraschung für Lord Reis: die Ernennung Lord Reis‘ zum Außenminister. Gleichzeitig wurde der bisherige Außenminister Lord Ben Dover zum Generaldiplomaten befördert.

Frisch befördert und sichtbar glücklich:
Generaldiplomat Lord Ben Dover (mitte)
Die ohnehin schon jubelnde Menge, begann noch frenetischer zu jubeln, als der König verkündete, dass zur Feier des Tages die Parade umgehend fortgesetzt wird. Kurz darauf wurden dem Außenlordmotor nicht nur feuchte, sondern auch nasse Schlüpfer zugeworfen. Dies war zu erwarten, denn bei der traditionellen Freibierdusche blieb wohl kein/e Teilnehmer/in der Parade trocken.
Die Feierlichkeiten dauerten noch bis in die frühen Morgenstunden. Als der frisch gebackene Außenminister zwar ohne Hosen, aber nicht alleine, von der Parade nach Hause ging, antwortete er auf Frage, wie er denn beabsichtigt, die Außenpolitik in Zukunft zu gestalten, mit einem entschlossenem „Bisssuuu … dich kenn ich! …. Ichwilljetz ersma…. Brsssmldfffnn wargmlrefflich.“ und tauchte in einer Gruppe aus ein- oder mehreren Krankenschwestern unter.
Zwei Tage später fragten wir den frisch geduschten, aber noch sichtbar verkaterten, Lord Reis erneut. „Ich gehe jetzt erstmal zur Geburtstagsfeier nach Wolfenstein.“ Man darf also davon ausgehen, dass seine neue außenpolitische Linie an seine alte außenpolitische Linie anknüpfen wird.
Ein merkwürdigerweise geknickt wirkender, aber laut eigener Aussage überglücklicher Generaldiplomat Lord Bender B. Dover, der noch Stunden vor der Ernennung, aus unbekannten Ggründen, versucht hat, mit bloßen Händen die Tapete von seinem Außenministerbüro zo kratzen, sagte uns „Ich freue mich wirklich für Lord Reis. Ehrlich. Wenn es einer verdient hat, Außenminister Pottylands zu sein, dann ganz bestimmt er und kein anderer. Und ich freue mich auch sehr über meine … ähm… Beförderung. Danke Reis.“
Umstritten ist hingegen, mit welchem Namen Lord Reis in Zukunft auftreten wird. Laut Gesetz bekommt nämlich der Außenminister den Titel "Lord" verliehen. Da er diesen aber schon zuvor inne hatte, müsste er jetzt "Lord Lord Ungeschälter [...] Reis" heißen. Wahrscheinlicher ist es, dass der Doppllord einfach bei "Lord Reis" bleiben wird, um Tinte zu sparen. Denn angeblich hat er schon eine sehr, sehr kostspielige Renovierung des Außenministeriums geplant. Womöglich mit einer zweiten Wasserrutsche im Keller
*Bei der Parade kamen keine Kamele zu Schaden
Des Königs neue Wände

Schloss Pottystein*
künstlerische Darstellung
Potopia [lgb] Seit weinigen Tagen ist das merkwürdige Gerüst mit den roten, feuerfesten Samtvorhängen, welches Schloss Pottystein umgab, verschwunden. Stolz präsentierte seine Majestät König Potty, was die fleißigen Mitarbeiter von Bau-e-Sauf auf die Beine gestellt haben: der königliche Wohn- und Arbeitssitz wurde renoviert. Doch nicht nur der Putz an den Außenwänden ist neu, auch innendrin wurden, laut Angaben des Königs, aufgeräumt, renoviert, tapeziert und Teppiche rasiert.
"Jeder, der in der Vergangenheit an einer Schlossführung teilgenommen hat, versteht, warum dies geschah." erklärt Silke Lingerschreib, die überaus sympathische Assistentin des Königs "Spätestens nach dem zweiten oder dritten Brand des Gästeflügels in diesem Jahr (!), mussten wir einfach handeln." Führt sie weiter aus. Sehr zur Freude der Schlossbewohner und seiner Besucher ist jetzt auch im ganzen Schloss W-LAN vorhanden. Und dank neuer Sendeanlagen, kann man auch sein Handy im ehemaligen Funkloch im Keller mit vier Balken Signalstärker nutzen.

Lecker!
Die neue Köchin Fleur Pliessé
schneidet gut ab.
Der König nutzte die Gelgenheit, um gleichzeitig ein paar neue Gesichter, sowie die dazugehörigen Menschen des Schlosspersonals vorzustellen: Die junge Starköchin Fleur Pliessé ist neue Küchenchefin. Sie tritt damit die Nachfolge ihrer Mutter an, welche im Sommer mit dem ehemaligem Schlossbutler ein eigenes Restaurant "BJ Deluxe" eröffnet hat.
Ebenfalls neu, ist die Chauffeuse Daisy Schiffer. Und da sein Vater in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, übernimmt Dr. Eckhard Sack Jr. die Rolle des königlichen Leibarztes.
Die Besucher des Schlosses haben ab sofort direkte Ansprechpartner. Stella Artiois ist für die Betreuung der Gäste zuständig, während Dani Sahne sämtliche Schlossführungen übernimmt. An jedem zweiten Mittwoch führt zudem der neue Gärtner, Hannibal Rerdröm durch den königlichen Irrgarten.
Nicht unerwähnt bleiben sollte der neue Laufbursche Buttrick Schuh, sowie der königliche Telefondesinfizierer Klaus.
Wir können jedem, der gerade in der Nähe ist und nichts Besseres zu tun hat, einen Besuch auf Schloss Pottysstein empfehlen. Die Pflicht, dass jeder Gast bei einer Führung einen Feuerlöscher mit sich führt entfällt ab sofort, die sämtliche Vorhänge des Gästeflügels durch feuerfeste Varianten ausgetauscht wurden
KRITIK: Neuer Stein, neue Sendung, neuer Mist
Potopia [gf] Na toll. Wir haben einen neuen Stein in Pottyland. Das ist offenbar für einige Leute ein Grund zum Jubeln. Für mich nicht. Nicht nur, dass dieser Stein durch den König den äußerst kreativen Namen "Verdammter Stein" bekam - nein, es kamen auch noch seltsame Leute mit Kapuzen und schmissen Pommes Frites auf ihn. Und Flaschen. Ich meine, was soll sowas? Warum stellt man einen Stein vor das frisch renovierte Schloss, das dadurch einfach nur hässlich wirkt?
Und was bringt uns dieser Stein nun? Naja, er trägt eine - wie ich finde unheimlich unsauber geschriebene - Inschrift voller Selbstbeweihräucherung. Auf ihm steht geschrieben "Auf die glorreichen letzen Verbliebenen In Reich Pottyland die das Land mit Witz und Geist aufrecht halten, Lord Reis, König Potty, Urmel, q'Qyyh K'Hay" - ich meine, was soll der Mist? Warum haut man einen so kurzen Text auf einen so riesigen Stein und baut dann nicht einmal die vollen 136 Vornamen von Lord Reis oder den Nachnamen König Potty von Pottysteins rein? Und was sollen überhaupt die ganzen Kommata? Ich habe selten einen hässlicheren Stein gesehen.
Aber eins muss man ihm lassen: Er wurde kunstvoll aufgestellt. Diesen Stein wird weder Wind, noch Regen, noch Feuer, Dürre, Schnee, Hagel oder ein Gnorkmork umhauen. Es wird ein Monument für die Ewigkeit sein. Darum wäre es besser gewesen, man hätte eine Jahreszahl eingebaut. Stattdessen wurde eine Gurke in die Ecke gemeißelt.
Für den Künstler gibt es von mir in Anbetracht der Schwierigkeit, einen Stein zu beschreiben, ganze 3 von 5 Fleißbienchen. Der Stein hingegen erhält von mir nur eine von 17 Kartoffeln. Er ist schließlich nur ein Stein und hat selbst nichts dazu beigetragen, dass er jetzt dort steht, wo er ist.
Aber genug Rumgesteine, schließlich gibt es ja auch eine neue Fernsehsendung - oder vielmehr: Eine Reihe Fernsehsendungen. Angefangen vom altbekannten "Lyrik! Mit Lord Reis", dessen letzte Ausgabe zu kritisieren unter meiner Würde ist (das überlasse ich Stümpern wie Karl Ritiker), kommt nun "Trinken! Mit Lord Reis" - eine Sendung ohne Konzept, wie mir scheint. Man sieht Lord Reis in Jim's Diner sitzen und trinken und zwischendurch kommen uninteressante, unbekannte Z-Promis wie Hiroshi Tortenhuber und labern wirres Zeug. Warum sollte man sich so etwas anschauen? Weil da "mit Lord Reis" beisteht? Wobei - sogar das darf man gerne in Frage stellen! Denn das Logo liest sich eher so, als hieße die Sendung "Trinken! Lord mit Reis" - wurde das etwa vom Lord höchstselbst designt? Gucken sich Leute so etwas ernsthaft an und wenn ja, warum? Ich musste, schließlich wurde ich gezwungen darum gebeten, eine Kritik zu schreiben. Also kurz gefasst: Der letzte Mist, den man sich mit Lord Reis vorstellen könnte. Ich hoffe sehr, es kommen keine Nachfolger wie "Sport! Mit Lord Reis" oder "Talkshow! Mit Lord Reis" oder gar "Bücher! Mit Lord Reis", denn zuviel Lord Reis ist einfach zuviel des Guten. Da sollte man lieber ein paar der alten B-Movies der R.E.I.S.-Productions auf Betamax anschauen.
Prädikat: Besonders unnütz, eine halbe Flasche WGFWGB als Note, die anderen Flaschen Bier an der Wand fielen runter.